Geschäfts­bericht 2023

2 Investiertes Kapital

2.1 Betriebliche Nettoaktiven und betrieblicher Free Cashflow

Bystronic verwendet zur Steuerung der operativen Leistung unter anderem die Kenn­zahlen «Betriebliche Nettoaktiven», «Rendite auf den durchschnittlichen Netto­aktiven (RONOA)» sowie «Betrieblicher Free Cashflow».

Betriebliche Nettoaktiven und Rendite auf den durchschnittlichen Nettoaktiven

Mio. CHF

31.12.2023

 

31.12.2022

 

 

 

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

117.5

 

167.2

Anzahlungen an Lieferanten

4.6

 

6.0

Sonstige Forderungen (ohne Derivate)

28.1

 

33.9

Vorräte

237.9

 

287.7

Aktive Rechnungsabgrenzungen

14.4

 

14.0

Sachanlagen

124.4

 

134.2

Immaterielle Anlagen

10.8

 

11.0

Langfristige Forderungen und Darlehen

20.7

 

24.2

Latente Steueraktiven

22.4

 

24.2

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

–52.2

 

–69.9

Anzahlungen von Kunden

–95.3

 

–158.7

Sonstige Verbindlichkeiten (ohne Derivate)

–17.3

 

–31.5

Passive Rechnungsabgrenzungen

–68.5

 

–83.7

Kurz- und langfristige Rückstellungen

–39.2

 

–50.4

Latente Steuerverpflichtungen

–17.1

 

–20.3

Betriebliche Nettoaktiven (NOA)

291.0

 

288.0

 

 

 

 

Betriebliche Nettoaktiven (NOA) Durchschnitt

289.5

 

253.4

Betriebsergebnis (EBIT)

54.4

 

48.1

Angewandter Steuersatz

24.6%

 

20.3%

Rendite auf den durchschnittlichen Nettoaktiven (RONOA) nach Steuern

14.2%

 

15.1%

 

 

 

 

Für die Berechnung der betrieblichen Nettoaktiven (NOA) werden Effekte aus den Veräusse­rungen der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche nicht berücksichtigt. Daher sind in der Berechnung der NOA die langfristigen Forderungen und Darlehen um CHF 64.3 Mio. (Vorjahr: CHF 62.5 Mio.) reduziert. Zur Berechnung des anrechen­baren Steueraufwands respektive des angewandten Steuersatzes werden die Zinsen auf dem Verkäuferdarlehen von CHF 1.7 Mio. (Vorjahr: CHF 1.7 Mio.) eben­falls nicht berücksichtigt.

Die Rendite auf den betrieblichen Nettoaktiven (RONOA) nach Steuern berechnet sich aus dem Betriebs­ergebnis (EBIT) nach Abzug des anrechen­baren Steuer­aufwands im Verhältnis zu den durchschnittlichen betrieblichen Nettoaktiven per 1. Januar und dem relevanten Bilanzstichtag.

Betrieblicher Free Cashflow

Mio. CHF

2023

 

2022

 

 

 

 

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit

53.6

 

–16.5

Investitionen in Sachanlagen

–13.2

 

–18.3

Devestitionen von Sachanlagen

1.2

 

0.2

Investitionen in immaterielle Anlagen

–6.2

 

–5.1

Investitionen in Finanzanlagen

–2.0

 

–1.3

Devestitionen von Finanzanlagen

0.7

 

0.4

Betrieblicher Free Cashflow

34.0

 

–40.6

in % Nettoumsatz

3.7%

 

–4.0%

 

 

 

 

Verkauf von Geschäftsaktivitäten

 

 

19.1

Kauf von Wertschriften

–124.3

 

–125.0

Verkauf von Wertschriften

125.0

 

30.0

Free Cashflow

34.7

 

–116.4

 

 

 

 

Der betriebliche Free Cashflow berechnet sich auf der Basis des Geldflusses aus Geschäftstätigkeit abzüglich ausgewählter Positionen des Geldflusses aus Investitions­tätigkeit. Im Vergleich zum Free Cashflow werden beim betrieblichen Free Cashflow die Veränderung von Wertschriften und Geldanlagen mit einer Laufzeit von über 90 Tagen sowie der Kauf und Verkauf von Geschäftsaktivitäten nicht berücksichtigt.

2.2 Betriebliches Nettoumlauf­vermögen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Mio. CHF

31.12.2023

 

31.12.2022

 

 

 

 

 

 

Bruttowerte

129.5

 

176.7

 

Wertberichtigungen

–12.0

 

–9.5

 

Nettowerte

117.5

 

167.2

 

 

 

 

 

 

Für gefährdete Forderungen wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Die pauschale Wertberichtigung basiert auf Erfahrungswerten.

Sonstige Forderungen

Die sonstigen Forderungen enthalten grösstenteils rückforderbare Mehrwertsteuern, positive Wiederbeschaf­fungswerte der offenen derivativen Finanzinstrumente per Bilanzstichtag sowie sonstige Steuerforde­rungen. 

Vorräte

Mio. CHF

31.12.2023

 

31.12.2022

 

 

 

 

 

 

Rohmaterial, Betriebsstoffe und Ersatzteile

143.5

 

145.4

 

Halbfabrikate und Aufträge in Arbeit

26.6

 

45.2

 

Fertigfabrikate

123.1

 

148.2

 

Wertberichtigung auf Vorräten

–55.4

 

–51.2

 

Total Vorräte

237.9

 

287.7

 

 

 

 

 

 

Aufgrund des Abbaus des Auftragsbestands sowie des rückläufigen Auftrags­eingangs reduzierte sich der Vorratsbestand im Berichtsjahr um CHF 49.8 Mio.

Anzahlungen von Kunden

Kunden leisten nach erfolgter Bestellung entsprechende Anzahlungen. Diese sind im Berichtsjahr aufgrund des rückläufigen Auftragseingangs zurückgegangen.

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Position umfasst geschuldete Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Kunden­guthaben sowie negative Wiederbeschaffungswerte der offenen derivativen Finanz­instrumente per Bilanzstichtag. Der Rückgang gegenüber Vorjahr ist grössten­teils auf die Reduktion der geschuldeten Mehrwertsteuern zurückzuführen.

Passive Rechnungsabgrenzungen

Mio. CHF

31.12.2023

 

31.12.2022

 

 

 

 

 

 

Abgrenzung Personalaufwand

18.7

 

20.6

 

Ertragsabgrenzungen

14.7

 

20.7

 

Abgrenzung laufende Ertragssteuern

15.1

 

19.5

 

Sonstige Abgrenzungen

19.9

 

22.9

 

Total passive Rechnungsabgrenzungen

68.5

 

83.7

 

 

 

 

 

 

In den passiven Rechnungsabgrenzungen sind Beträge aus der periodengerechten Aufwands- und Ertrags­abgrenzung abgebildet. Die sonstigen Abgrenzungen umfassen bereits bezogene, aber noch nicht verrechnete Waren und Dienst­leistungen. Letztere umfassen unter anderem Kommissionen, Installationen, Service, Beratung und Revision.

Wesentliche Einschätzungen des Managements

Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit von Vorratsbeständen werden Schätzungen auf der Grundlage des erwarteten Verbrauchs, der Preisentwicklung (Niederstwert­prinzip) sowie der verlustfreien Bewertung vorge­nommen. Die Schätzungen zur Bestimmung der Wertberichtigungen auf Vorräten werden jährlich überprüft und bei Bedarf geändert.

Rechnungslegungsgrundsätze

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen sind zum Nominalwert ausge­wiesen, abzüglich der betriebswirtschaftlich not­wendigen Wertberichtigungen.

Die Vorräte werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Die Herstellkosten werden ohne kalkulatorische Zinsen berechnet. Risiken, die im Zusammenhang mit schwer verwertbaren Beständen oder solchen mit langer Lagerdauer entstehen, werden mit Wertberichti­gungen berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden in der Bilanz zum Nominalwert erfasst.

2.3 Sachanlagen

Mio. CHF

Betriebs- gebäude

 

Betriebs- anlagen, Maschinen

 

Werkzeuge, Mobilien, Fahrzeuge

 

Sach- anlagen im Bau

 

Unbebaute Grund- stücke

 

Total Sach- anlagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschaffungswert 31.12.2021

107.9

 

93.5

 

29.6

 

15.6

 

8.2

 

254.7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugänge

2.7

 

10.0

 

3.3

 

2.2

 

 

 

18.1

 

Abgänge

 

 

–3.1

 

–1.3

 

–0.1

 

 

 

–4.6

 

Veränderung Konsolidierungskreis

 

 

–0.0

 

–0.1

 

–0.0

 

 

 

–0.2

 

Umbuchungen

10.0

 

3.3

 

1.2

 

–14.5

 

 

 

 

 

Wechselkurseinfluss

–1.6

 

–1.8

 

–1.0

 

–0.4

 

0.1

 

–4.7

 

Anschaffungswert 31.12.2022

119.0

 

101.9

 

31.6

 

2.7

 

8.3

 

263.4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugänge

0.8

 

8.3

 

1.6

 

1.8

 

 

 

12.4

 

Abgänge

 

 

–2.3

 

–0.6

 

–0.5

 

 

 

–3.4

 

Umbuchungen

1.6

 

–1.1

 

1.4

 

–1.8

 

 

 

 

 

Wechselkurseinfluss

–5.7

 

–2.7

 

–1.5

 

–0.1

 

–0.5

 

–10.5

 

Anschaffungswert 31.12.2023

115.6

 

104.1

 

32.5

 

2.1

 

7.8

 

262.0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kumulierte Abschreibungen 31.12.2021

42.8

 

57.1

 

21.8

 

 

 

 

 

121.6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ordentliche Abschreibungen

3.4

 

7.0

 

3.8

 

 

 

 

 

14.2

 

Wertbeeinträchtigungen

 

 

0.3

 

0.1

 

 

 

 

 

0.4

 

Abgänge

 

 

–3.1

 

–1.4

 

 

 

 

 

–4.5

 

Veränderung Konsolidierungskreis

 

 

–0.0

 

–0.1

 

 

 

 

 

–0.2

 

Wechselkurseinfluss

–0.6

 

–1.0

 

–0.7

 

 

 

 

 

–2.3

 

Kumulierte Abschreibungen 31.12.2022

45.5

 

60.2

 

23.5

 

 

 

 

 

129.3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ordentliche Abschreibungen

3.6

 

6.9

 

3.4

 

 

 

 

 

13.9

 

Wertbeeinträchtigungen

 

 

0.0

 

0.0

 

0.5

 

 

 

0.5

 

Abgänge

0.0

 

–1.2

 

–0.6

 

–0.5

 

 

 

–2.2

 

Umbuchungen

 

 

–0.2

 

0.2

 

 

 

 

 

0.0

 

Wechselkurseinfluss

–1.2

 

–1.5

 

–1.1

 

 

 

 

 

–3.8

 

Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023

47.9

 

64.3

 

25.5

 

 

 

 

 

137.7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nettowert Sachanlagen 31.12.2022

73.5

 

41.6

 

8.1

 

2.7

 

8.3

 

134.2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nettowert Sachanlagen 31.12.2023

67.7

 

39.9

 

7.0

 

2.1

 

7.8

 

124.4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zugänge bei den Sachanlagen im Jahr 2023 stammen im Wesentlichen aus Investitionen in Betriebsanlagen an den Produktionsstandorten Gotha (Deutsch­land) und Niederönz (Schweiz), wo eine eigene Energiezentrale für eine nach­haltigere Energieproduktion errichtet wurde.

Wesentliche Einschätzungen des Managements

Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird bei Anzeichen einer Wertbeeinträchtigung beurteilt. Liegen Anzeichen einer Wertbeeinträchtigung vor, wird eine Berechnung des realisierbaren Wertes durchgeführt. Übersteigt der Buchwert eines Vermögens­werts den realisierbaren Wert, wird eine zusätzliche Abschreibung erfasst. Die Berechnung des realisierbaren Wertes beinhaltet die Einschätzung von zukünftigen Cashflows sowie die Ermittlung des Diskon­tierungsfaktors und der Wachstumsrate anhand von prognostizierten Erwartungen. Die tatsächlichen Geld­flüsse können von den auf diesen Einschätzungen basierenden, diskontierten zukünftigen Geldflüssen abweichen. Ebenfalls können Nutzungsdauern verkürzt werden oder eine Wert­beeinträchtigung durch veränderte Nutzung eintreten, indem Standorte verlagert bzw. aufgegeben oder mittelfristig geringere Umsätze als erwartet realisiert werden.

Rechnungslegungsgrundsätze

Grundstücke werden zu den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Minderwerte bilanziert. Die übrigen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Ab­schreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen:

 

 

 

 

Betriebsgebäude

30 bis 40 Jahre

Betriebsanlagen und Maschinen

5 bis 12 Jahre

Werkzeuge, Mobilien und Fahrzeuge

2 bis 8 Jahre

 

 

2.4 Immaterielle Anlagen

Mio. CHF

Software

 

Sonstige immaterielle Anlagen

 

Total immaterielle Anlagen

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschaffungswert 31.12.2021

41.6

 

2.1

 

43.8

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugänge

5.4

 

0.0

 

5.3

 

Abgänge

–6.2

 

 

 

–6.2

 

Wechselkurseinfluss

–0.2

 

–0.0

 

–0.3

 

Anschaffungswert 31.12.2022

40.5

 

2.1

 

42.7

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugänge

5.9

 

 

 

5.9

 

Abgänge

–1.6

 

–0.6

 

–2.2

 

Umbuchungen

0.0

 

–0.0

 

 

 

Wechselkurseinfluss

–0.5

 

–0.0

 

–0.5

 

Anschaffungswert 31.12.2023

44.4

 

1.5

 

45.9

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kumulierte Abschreibungen 31.12.2021

30.9

 

1.4

 

32.5

 

 

 

 

 

 

 

 

Ordentliche Abschreibungen

5.5

 

0.3

 

5.8

 

Abgänge

–6.2

 

 

 

–6.2

 

Wechselkurseinfluss

–0.2

 

–0.0

 

–0.3

 

Kumulierte Abschreibungen 31.12.2022

30.1

 

1.6

 

31.7

 

 

 

 

 

 

 

 

Ordentliche Abschreibungen

5.5

 

0.2

 

5.7

 

Wertbeeinträchtigungen

0.2

 

 

 

0.2

 

Abgänge

–1.6

 

–0.5

 

–2.1

 

Wechselkurseinfluss

–0.4

 

–0.0

 

–0.4

 

Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023

33.8

 

1.3

 

35.1

 

 

 

 

 

 

 

 

Nettowert immaterielle Anlagen 31.12.2022

10.5

 

0.5

 

11.0

 

 

 

 

 

 

 

 

Nettowert immaterielle Anlagen 31.12.2023

10.6

 

0.2

 

10.8

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zugänge betreffen hauptsächlich Investitionen zur Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen. Die Abschreibungen werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen:

 

 

 

 

Software

3 bis 5 Jahre

Sonstige immaterielle Anlagen

3 bis 5 Jahre

 

 

Goodwill

Bei einer theoretischen Aktivierung des Goodwills ergäben sich folgende Auswirkungen auf die Konzernrechnung:

Theoretischer Anlagenspiegel Goodwill:

Mio. CHF

2023

 

2022

 

 

 

 

 

 

Anschaffungswert 1.1.

85.4

 

90.8

 

Wechselkurseinfluss

–8.2

 

–5.4

 

Anschaffungswert 31.12.

77.2

 

85.4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kumulierte Abschreibungen 1.1.

82.6

 

81.6

 

Ordentliche Abschreibungen

2.3

 

6.1

 

Wechselkurseinfluss

–8.2

 

–5.1

 

Kumulierte Abschreibungen 31.12.

76.8

 

82.6

 

 

 

 

 

 

Nettowert Goodwill 1.1.

2.8

 

9.2

 

 

 

 

 

 

Nettowert Goodwill 31.12.

0.4

 

2.8

 

 

 

 

 

 

Theoretische Auswirkung auf die Erfolgsrechnung:

Mio. CHF

2023

 

2022

 

 

 

 

 

 

Betriebsergebnis (EBIT)

54.4

 

48.1

 

EBIT-Marge in %

5.8%

 

4.7%

 

Amortisation Goodwill

–2.3

 

–6.1

 

Theoretisches Betriebsergebnis (EBIT) bei Aktivierung von Goodwill

52.0

 

42.0

 

Theoretische EBIT-Marge in %

5.6%

 

4.1%

 

 

 

 

 

 

Jahresergebnis

41.9

 

36.6

 

Amortisation Goodwill

–2.3

 

–6.1

 

Theoretisches Jahresergebnis bei Aktivierung von Goodwill

39.6

 

30.5

 

 

 

 

 

 

Theoretische Auswirkung auf die Bilanz:

Mio. CHF

31.12.2023

 

31.12.2022

 

 

 

 

 

 

Eigenkapital gemäss Bilanz

730.6

 

724.2

 

Theoretische Aktivierung Nettobuchwert Goodwill

0.4

 

2.8

 

Theoretisches Eigenkapital bei Aktivierung von Goodwill

731.0

 

727.0

 

 

 

 

 

 

Eigenkapital in % der Bilanzsumme

71.3%

 

63.4%

 

Theoretisches Eigenkapital bei Aktivierung von Goodwill in % der Bilanzsumme

71.4%

 

63.5%

 

 

 

 

 

 

Wesentliche Einschätzungen des Managements

Die Werthaltigkeit der immateriellen Anlagen (inklusive Goodwill) wird bei Anzeichen einer Wertbeeinträchtigung beurteilt. Liegen Anzeichen einer Wertbeeinträchtigung vor, wird eine Berechnung des realisierbaren Wertes durch­geführt. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört, den realisierbaren Wert, wird eine zusätzliche Abschreibung erfasst. Die Berechnung des realisierbaren Wertes beinhaltet die Einschätzung von zukünftigen Cashflows sowie die Ermittlung des Diskontierungs­faktors und der Wachstumsrate anhand von prognostizierten Erwartungen. Die tatsächlichen Geldflüsse können von den auf diesen Einschätzungen basierenden diskontierten zukünftigen Geldflüssen abweichen.

Rechnungslegungsgrundsätze

Immaterielle Anlagen werden zu den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Minderwerte bilanziert. Die Abschreibungen werden linear über die Dauer ihrer wirtschaftlichen Nutzung vorgenommen; im Normalfall sind dies bei Software drei bis fünf Jahre.

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung wird der Erfolgsrechnung belastet.

Der aus Kontrollübernahmen resultierende Goodwill wird per Erwerbszeitpunkt mit den Gewinnreserven verrechnet. Bei Veräusserung oder Liquidation eines Geschäftsteils erfolgt das Recycling des zu einem früheren Zeitpunkt mit dem Eigenkapital verrechneten Goodwills in die Erfolgsrechnung. Für die Schatten­rechnung wird der Goodwill grundsätzlich linear über die Dauer seiner wirtschaftlichen Nutzung abgeschrieben; im Normalfall sind dies fünf Jahre.

2.5 Finanzanlagen

Mio. CHF

31.12.2023

 

31.12.2022

 

 

 

 

 

 

Aktiven aus Arbeitgeberbeitragsreserven

16.0

 

20.4

 

Langfristige Forderungen und Darlehen

85.0

 

86.8

 

Wertschriften des Anlagevermögens

4.0

 

3.4

 

Total Finanzanlagen

104.9

 

110.6

 

 

 

 

 

 

Weitere Details zur Veränderung der Aktiven aus Arbeitgeberbeitragsreserven sind in der Erläuterung 5.1 zu finden. In den langfristigen Forderungen und Darlehen sind langfristige Kundendarlehen, Depots für Mieten und die Gewährung eines Verkäufer­darlehens (inklusive aufgelaufener Zinsen) von CHF 64.3 Mio. (Vorjahr: CHF 62.5 Mio.) im Zusammenhang mit dem Verkauf des Geschäftsbereichs Mammut Sports Group erfasst, das vom Käufer bis spätestens Januar 2027 zurückbezahlt werden muss. Die Finanzanlagen sind um CHF 3.2 Mio. (Vorjahr: CHF 3.7 Mio.) wertberichtigt. Es bestehen Wertberichtigungen auf langfristigen Kundendarlehen aufgrund ausstehender Zahlungen von CHF 3.0 Mio. (Vorjahr: CHF 2.4 Mio.) sowie auf nicht werthaltigen Wertschriften von CHF 0.2 Mio. (Vorjahr: CHF 1.3 Mio.).

Rechnungslegungsgrundsätze

Die Finanzanlagen werden zum Anschaffungswert unter Berücksichtigung der betriebswirtschaftlich not­wendigen Wertberichtigungen bilanziert.

2.6 Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten

Mio. CHF

Garantie

 

Rechtsfälle

 

Sonstige

 

Total Rückstellungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rückstellungen 31.12.2021

23.5

 

4.6

 

20.1

 

48.2

 

 

Bildung

27.0

 

0.1

 

2.1

 

29.2

 

 

Verwendung

–18.7

 

–0.0

 

–0.7

 

–19.5

 

 

Auflösung

–3.9

 

–1.8

 

–0.4

 

–6.2

 

 

Veränderung Konsolidierungskreis

–0.0

 

 

 

 

 

–0.0

 

 

Wechselkurseinfluss

–0.9

 

–0.0

 

–0.4

 

–1.3

 

 

Rückstellungen 31.12.2022

26.9

 

2.8

 

20.6

 

50.4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildung

27.0

 

0.1

 

3.0

 

30.1

 

 

Verwendung

–26.4

 

–0.1

 

–3.5

 

–30.0

 

 

Auflösung

–3.6

 

–1.1

 

–4.5

 

–9.1

 

 

Wechselkurseinfluss

–1.5

 

–0.0

 

–0.6

 

–2.2

 

 

Rückstellungen 31.12.2023

22.5

 

1.7

 

15.0

 

39.2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Davon kurzfristig 2022

22.4

 

0.0

 

5.9

 

28.3

 

 

Davon kurzfristig 2023

18.0

 

0.0

 

4.6

 

22.6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Garantierückstellungen beziehen sich auf Produktverkäufe und basieren auf Erfahrungswerten. Der entspre­chende Mittelabfluss verteilt sich erfahrungsgemäss gleichmässig über die Garantiezeit von einem Jahr bis zu fünf Jahren.

Bei den Rückstellungen für Rechts­fälle handelt es sich im Wesentlichen um Rechts­fälle aus dem Immaterial­güterrecht sowie potenzielle Garantien und Frei­stellungen im Zusammenhang mit dem Verkauf nicht fortge­führter Geschäfts­bereiche, wobei der Zeitpunkt des Geldabflusses der Verbindlichkeiten unsicher ist, da er vom Verlauf der Verhandlungen oder der Verfahren abhängt.

Sonstige Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Dienst­alters­geschenke und Altersvorsorge, die nicht als Personal­vorsorge­verpflichtungen gelten, Drohverlustrückstellungen für Abnahmeverpflichtungen aus Einkaufs­rahmen­verträgen und Rückstellungen für Steuerverpflichtungen. 

Eventualverbindlichkeiten

Im Zusammenhang mit Kundenfinanzierungen bestanden Rücknahme­verpflichtungen für Maschinen in Höhe von CHF 27.4 Mio. (Vorjahr: CHF 31.2 Mio.) gegenüber Leasinggesellschaften. Dabei garantieren Bystronic Gesellschaften den begünstigten Leasinggesellschaften, Maschinen in oben genannter Höhe zurück­zunehmen, falls deren Schuldner die vereinbarten Annuitäten nicht leisten.

Wesentliche Einschätzungen des Managements

Die Höhe der Rückstellungen wird massgeblich durch die Schätzung der künftigen Kosten bestimmt. Die Berechnung für Garantiefälle basiert auf den Produkt­verkäufen, Vertragsvereinbarungen und Erfahrungs­werten. Neben der pauschalen Berechnung werden für eingetretene oder gemeldete Schadenfälle auf Ein­schätzung des Managements hin individuelle Rückstellungen berücksichtigt. Dabei wird die pauschale Rückstellung um die individuelle Rückstellung reduziert.

Rechnungslegungsgrundsätze

Rückstellungen werden gebildet, wenn vor dem Bilanzstichtag ein Ereignis statt­gefunden hat, aus dem eine wahrscheinliche Verpflichtung resultiert, deren Höhe und/oder Fälligkeit zwar ungewiss, aber schätzbar ist. Diese Verpflichtung kann auf rechtlichen oder faktischen Gründen basieren.

3 Finanzierung und Risikomanagement 1 Performance